Die Bürgermeisterkampagne:
2020 Vision - atomwaffenfrei bis 2020


Die internationale Nichtregierungsorganisation "Mayors for Peace" (Bürgermeister für den Frieden) hat im Oktober 2003 die Kampagne "2020 Vision" (zu deutsch: atomwaffenfrei bis 2020) gestartet. Mayors for Peace ruft ihre momentan 1381 Mitgliedsstaedte in 117 Ländern auf, die Kampagne zu unterstützen, um sich so in die Verhandlungen über Atomwaffen einzumischen. Sie werden dabei von Friedensgruppen auf der ganzen Welt sowohl auf lokaler als auch internationaler Ebene unterstützt.

atomwaffenfrei bis 2020
61 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki stehen die Verhandlungen über die Abschaffung der Atomwaffen vor dem Aus. Die Atommächte weigern sich, abzurüsten und die meisten Nicht-Atomwaffenstaaten sehen keine Handhabe dagegen. Die Bürgermeister von Hiroshima und Nagasaki appellierten deshalb an uns alle, großen Druck auf die Verhandlungen über Atomwaffen auszuüben. Mehr als 100 Bürgermeister unter deutscher Beteiligung und über 1000 Vertreter Nichtregierungs-Organisationen waren auf der Konferenz über den Atomwaffensperrvertrag in New York in 2005 (NPT Review Conference), um diesen Druck auszuüben. Lesen Sie den Bericht hier.

Ziel ist die verbindliche Vereinbarung eines Zeitplans für die Abschaffung aller Atomwaffen in 2005, mit der Abschluss einer Atomwaffenkonvention auf der Konferenz in 2010, um eine atomwaffenfreie Welt bis 2020 zu erreichen.

Dieses Ziel ist nicht unrealistisch. Schließlich haben wir bereits eine Chemiewaffen- und eine Biowaffenkonvention. Fehlt noch eine Atomwaffenkonvention. Die Idee des Bürgermeisters von Hiroshima, für eine solche Atomwaffenkonvention einzutreten, mit der die Abrüstung aller Atomwaffen bis zum Jahr 2020 verbindlich vereinbart wird, hat unter den Nichtregierungsorganisationen weltweit gezündet. In Nagasaki bei der 2. "Global Citizens' Assembly" für die Abschaffung der Atomwaffen wurde die "Emergency Campaign 2020 Vision" verabschiedet. BürgermeisterInnen und BürgerInnen aus aller Welt sollen sich daran beteiligen und zur UNO kommen, um den Beginn der Verhandlungen über eine Atomwaffenkonvention einzufordern.

Beteiligung vor Ort
Um die notwendigen Schritte zur Überwindung der atomaren Bedrohung auch in Deutschland stärker ins Bewusstsein zu rücken, ist es wichtig, Aktionen vor Ort zu gestalten. In den fast 300 deutschen Städten, die bereits Mitglied der weltweiten Vereinigung Mayors for Peace sind, sollen die Verwaltungen aufgefordert werden, sich aktiv an der Kampagne "2020 Vision" zu beteiligen und mit örtlichen Friedensgruppen zusammen zu arbeiten. In Orten, die nicht Mitglied sind, können die Bürgermeister eingeladen werden, der Initiative "Bürgermeister für den Frieden" beizutreten.

Taken from the German Mayors for Peace website